Ansprache zum Volkstrauertag 2023

Wir haben uns hier zum Volkstrauertag versammelt um der Toten der Kriege zu gedenken. Hier am Kriegerdenkmal stehen die Namen der im ersten und im zweiten Weltkrieg Gefallenen. Das ist lange her. Aber unter uns leben noch Söhne und Töchter der Gefallenen. Der Tod dieser Menschen hat ihr Leben grundlegend geprägt und verändert. Wir wollen heute daran denken, dass Krieg nach Gottes Willen nicht sein soll. Und wir wissen doch, dass es nötig sein kann, sich und sein Land zu verteidigen.

Also denken wir heute auch an die Kriege, die gerade wüten. Den Krieg in der Ukraine und den Krieg in Israel und in Gaza. Als Deutsche sehen wir mit Entsetzten auf das, was in Israel und Gaza geschieht. Dort sind auch Deutsche als Geiseln von der Hamas gefangen genommen und getötet worden. Wir sind hilflos und müssen zusehen, was dem israelischen Volk und dem palästinensischen Volk angetan wird.

Und ich möchte deutlich sagen, dass es hier keine zwei unterschiedlichen Völker sind, die gegeneinander kämpfen. Die Hamas hat mindestens so viele Palästinenser, die sich geweigert haben, sie zu unterstützen getötet wie Israelis. Dies ist kein Krieg Palästinenser gegen Israel. Dies ist ein Krieg einer radikalen Organisation, die sich auf die Fahnen geschrieben hat Israel zu vernichten, egal wie es dem eignen Volk dabei geht.

Ich finde, wir als Deutsche sind natürlich dafür, dass Israel sich verteidigen darf und wir sind auch für das Existenzrecht Israels, was nicht heißt, dass wir nicht die Politik der israelischen Regierung kritisieren dürfen.

Klar ist es einfach, wenn der Krieg tausende von Kilometern entfernt wütet, dazu eine Meinung zu haben. Aber wir wissen aus unserer eigenen Geschichte wie furchtbar jede Art von Krieg ist. Und ich finde wir sollten für die Opfer auf allen Seiten beten und für das Ende aller Kriege.