Familiengottesdienst an Heiligabend 2020

Mona Maus MM

Otto Ochse OO

Wörtliche Rede T

MM: Hallo, ich bin Mona Maus. Ich möchte euch heute erzählen wie es damals war im Stall in Bethlehem.
OO: Das weißt du doch gar nicht. Du bist viel zu klein, um den Überblick zu haben. Die Hälfte hast du sicher verpasst. Also verlass dich lieber auf mich, Otto Ochse. Ich habe alles gesehen, was damals passiert ist.
MM: Otto Ochse, du bist auch da. Das ist schön. Dann hilf mir die Geschichte zu erzählen. (Hand an den Mund) Otto hat zwar alles gesehen, aber er hört nicht mehr so gut. Deshalb weiß nur ich genau, was damals gesprochen wurde. Ich höre nämlich sehr sehr gut.
OO: Ich habe gerade friedlich mein Heu gefressen, da kommt ein völlig erschöpftes Paar in den Stall gewankt. Der Mann hat etwas Heu zusammen gerafft, damit die Frau sich auf etwas Weiches legen konnte. Und sie hat alle paar Minuten furchtbar gestöhnt.
MM: Die Frau hieß übrigens Maria und der Mann Joseph. Und Maria hat in dieser Nacht ihr Kind geboren. Joseph hat sich hinter sie gesetzt und sie festgehalten und ihr immer wieder gesagt: T: Du schaffst das. Hier sind wir sicher. Du brauchst dich nicht zu fürchten.Und Maria hat geseufzt:T: Wenn doch nur meine Mama da wäre. Die wüsste, was man jetzt machen muss. Hier gibt es weit und breit keine Hebamme. Und ich habe noch nie ein Kind bekommen.OO: Und dann war irgendwann das Baby da, und es hat laut geschrieen. Und die Frau hat Windeln aus ihrem Sack geholt und hat es gewickelt und in die Futterkrippe gelegt. Und dann konnte ich nichts mehr fressen, denn ich wollte das Baby ja nicht verletzen.MM: Und du hast dich ganz nah zu der Krippe gelegt und hast gebrummt:Tanja: Das Baby soll es warm haben.OO: Und diese Hirten haben die Stalltür aufgerissen, und dann hat es ganz furchtbar gezogen. Und die Kälte der Nacht kam mit ihnen herein.MM: und ganz viele Schafe. Und die Hirten haben warme Felle für das Baby mitgebracht. Und sie sind niedergekniet. Und sie haben das Baby angesehen und gebetet und dann haben sie erzählt, was auf dem Feld geschehen ist. Plötzlich ist der Himmel aufgegangen. Und da war ein Engel und er hat gesagt: T: »Habt keine Angst! Seht doch:Ich bringe euch eine Freudenbotschaft.Im ganzen Volk wird große Freude herrschen.11Denn heute ist in der Stadt Davidsfür euch der Retter geboren worden:Er ist Christus, der Herr12Und dies ist das Zeichen,an dem ihr das alles erkennt:Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.Es ist in Windeln gewickeltund liegt in einer Futterkrippe13Plötzlich war der Engel umgebenvom ganzen himmlischen Heer der EngelDie lobten Gott und riefen:14»Gottes Herrlichkeiterfüllt die HimmelshöheUnd sein Friedekommt auf die Erdezu den Menschen,denen er sich in Liebe zuwendet.MM: Und das haben die Hirten natürlich nicht verstanden. Und da haben sie gedacht:Tanja: Da gehen wir hin und sehen uns das mal an.OO: Die Hirten haben so begeistert ausgesehen. Die haben das Kind angesehen und gehofft:T: Endlich ist der Retter da. Gott wird uns helfen.OO: Und ich habe gesehen, dass die Frau sehr erschöpft ist von der Geburt: Und ich habe laut gemuht, damit die Hirten wieder gehen und die Frau sich ein bisschen ausruhen kann. Und dann sind sie auch wieder gegangen. Die Frau hat so ausgesehen als hätte sie sich jedes Wort gemerkt.MM: Und dann haben endlich alle geschlafen. Und ich habe noch ein paar Körner zum Fressen gefunden. Das war eine gute Nacht – eine heilige Nacht.OO: Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. In den nächsten Tagen hatten wir hohen Besuch. Männer in prächtigen Gewändern, die völlig sinnlose Geschenke vor dem Kind ausbreitet haben.MM: Das waren Sterndeuter aus dem Osten, die haben wertvolle Geschenke mitgebracht, Gold, Weihrauch und Myrre. OO: Sag ich doch. Sinnlose Sachen. Es war nichts zu fressen dabei. Was glauben die eigentlich, was so ein Baby braucht. Die hatten noch nicht mal ein Babytragetuch dabei.MM: Ich habe Joseph zugehört wie er Maria die Bedeutung der Geschenke erklärt hat. Das war nämlich so:T: Gold ist ein Geschenk für Könige. Das Kind wird ein bedeutender König werden.Weihrauch ist ein Geschenk für Priester. Das Kind wird eine besondere Beziehung zu Gott haben und den Menschen zeigen, was Gott will.Myrre ist eine Heilpflanze, ein Geschenk für Ärzte. Dieses Kind wird viele Menschen gesund machen.OO: Naja, vielleicht waren diese Geschenke doch nicht so. Schlecht. Ja und dann ist das Paar mit dem Baby ganz schnell aufgebrochen. Ich bete und hoffe, dass ihnen gut geht. Aber ich glaube schon, dass Gott für sie sorgen wird. Schließlich hat das Kind noch eine große Zukunft vor sich.

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