Tiersegnung 8.10.23 Albrecht Burkholz

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des  Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde, im ersten Buch Mose hat Gott gerade die Fische und die Vögel geschaffen am fünften Tag. Dann heißt es in Vers 22 : Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch. Das gleiche sagt Gott am 6. Tag, nachdem er Landtiere und Menschen geschaffen hat. Das vollziehen wir heute nach bei diesem ökumenischen Gottesdienst mit Schöpfungsdank und Tiersegnung. Gott segnet die Tiere mit den Menschen. Und der Segen enthält Lebenskraft. Die Kraft zur Weiterentwicklung. Zum Wachstum. Zum Gelingen. Zum selbst Schöpferisch sein.

Wir feiern diesen ökumenischen Gottesdienst mit Schöpfungsdank und Tiersegnung, gerade weil unsere Welt gefährdet ist. Deshalb ist es gut, dass wir ökumenisch auf diese neue Idee für Messel gekommen sind. Dass wir diesen Gottesdienst hier auf dem Sonnenhof mit Offentierhaltung feiern. Dass so viele im Vorfeld bereit waren, Verantwortung zu übernehmen. Unsere Schöpfung ist gefährdet. Es braucht uns Menschen, dass wir zusammen den Segensspuren nachgehen und den Segen verstärken.

Dazu helfen uns die Tiere, die mit uns zusammen leben und mit denen wir ein ganz besonders enges Verhältnis haben. Wir leben etwas davon nach, wie es in der zweiten Schöpfungserzählung im 2. Buch Mose beschrieben wird. Der erste Mensch Adam gab den Tieren den Namen. Das heißt: es gibt eine enge Verbindung zwischen Menschen und Tieren. Für alle Geschöpfe zusammen gilt das Wort Gottes: Siehe, es war sehr gut. Zu diesem ermutigenden Wort müssen wir immer wieder vordringen. Dazu können uns die Beziehungen zu unseren Tieren helfen.

Die Schöpfung ist gefährdet. Und gerade darum gilt: wir sind zusammen gesegnet. Wir Menschen mit den Tieren und mit den Pflanzen und mit der ganzen Umwelt. Und es gilt das Wort Gottes vom Anfang, das auch das Ziel allen Handelns ist: es war sehr gut. Es ist Schöpfungskraft in der Schöpfung. Wir können weise und menschlich und achtsam miteinander umgehen. Wie gute Gärtner, wie es der zweite Schöpfunsbericht sagt: Bauen und Bewahren. Wir Menschen haben viel Macht und das  heißt: viel Verantwortung. Wem viel gegeben ist, von dem wird auch viel gefordert. 

Damit wir der Verantwortung gerecht werden, freuen wir uns an unseren Tieren. Wir freuen uns, dass wir zusammen Gottesdienst feiern können. Und dass Gottes Segen da ist und unter uns allen weiterwirkt. Da ist Schöpfungssegen und Schöpfunskraft vom Anfang für uns da. Öffnen wir uns dafür. Amen.

Und der Friede Gottes…